Begrenzte Auswirkungen einer Nahrungsnetzmanipulation in einem mesotrophen See
Die vorliegende Untersuchung macht deutlich, dass zum Verständnis von Ökosystemstrukturen und Arteninteraktionen direkte und indirekte, verhaltens- und dichteabhängige Effekte berücksichtigt werden müssen. Die große Anpassungsfähigkeit von Fischen bezüglich ihrer Habitatwahl und Nahrungszusammensetzung beeinflusst in besonderem Maße Räuber-Beute und Konkurrenzbeziehungen.
Dabei kommt der Arten- und Größenzusammensetzung von Fischgemeinschaften eine besondere Bedeutung zu. Diese Heterogeneität erschwert es, die Effekte von Störungen auch in eher kleinen und abgeschlossenen Ökosystemen abzusehen. Des Weiteren sind Einflüsse von den Fischen auf weitere trophische Ebenen, wie benthische Organismen und weiterhin auf Sedimentcharakteristika (Bioturbation, P-und N-Zyklen, vergl. Stief & Hölker, 2006), zu erwarten. Die Komplexität dieser Interaktionen erfordert jedoch weitere Forschung, damit Maßnahmen im Rahmen eines nachhaltigen Ökosystemmanagements, wie z.B. zur Erhaltung von Arten, zur fischereilichen Nutzung oder zur Gewässersanierung, erfolgreich sein können.
SCHULZE Torsten;
BAADE Ulrich;
DOERNER Hendrik;
HÖLKER Franz;
HAERTEL-BORER Susanne;
ECKMANN Reiner;
MEHNER Thomas;
2008-12-16
Werder Verlag
JRC49166
https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC49166,
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